UN-Naturschutzkonferenz Bonn
 
Biologische Vielfalt Drucken
Die Bedeutung der Biologischen Vielfalt

Bio"Logische" Vielfalt
Die wissenschaftliche Bezeichnung ist Biodiversität. Mit diesem Namen verbinden sich drei Ebenen der Vielfalt, die ineinandergreifen:
  • Die Vielfalt an Ökosystemen oder Lebensräumen
  • Die Artenvielfalt, – dazu zählen auch Mikroben und Pilze, die weder Pflanze noch Tier sind.
  • Die Vielfalt an genetischen Informationen, die in den Arten, Populationen, Rassen und Sorten enthalten sind.
Die Wissenschaft hat bislang etwa 1,8 Millionen Spezies beschrieben. Allein in Deutschland sind es rund 48.000 Tierarten und 28.000 Pflanzen- und Pilzarten. Dies klingt viel, ist aber nur ein Bruchteil von den weltweit mindestens 15 Millionen Arten.

Tag der biologischen Vielfalt
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat am 20.12.2000 beschlossen den 22. Mai zum Tag der biologischen Vielfalt zu erklären.
Mit Vielfalt in die Zukunft
Das Geheimnis heißt Anpassung: Je mehr Arten und genetische Vielfalt es gibt, desto eher können sich Pflanzen und Tiere an Veränderungen der Umwelt anpassen. Das gilt auch für extreme Veränderungen wie den Klimawandel. Die Vielfalt der Arten, der Gene und Ökosysteme - sie ist die Lebensversicherung der Natur.
 
  Bedeutung
  Die unterschiedlichen Tier- und Pflanzenarten leben wiederum in verschiedenen Lebensräumen. Diese Ökosysteme sind Funktionsgefüge: Eine Art hängt von der anderen ab. Stirbt die eine aus, kann das zum Verlust anderer Arten führen. Das Ausmaß dieses Dominoeffekts ist noch kaum erforscht. Eines ist mit Sicherheit deutlich: die Stabilität der Lebensräume nimmt mit Rückgang der biologischen Vielfalt ab.

Was passiert, wenn in einer Wiese 50% der Arten verschwinden?

Trotz der Unterschiede verschiedener Standorte nimmt im Durchschnitt mit jeder Halbierung der Anzahl von Pflanzenarten die oberirdische Pflanzentrockenmasse, sprich das Heu, um 80 Gramm pro Quadratmeter und Jahr ab. Ein überraschendes Ergebnis für manchen Wissenschaftler aus Ökologie und Landwirtschaft. Denn normalerweise erscheinen landwirtschaftliche Monokulturen uns als besonders produktiv, und man würde daher eher einen negativen Zusammenhang erwarten.
   
 
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